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Energiebilanz

Die Methodik

Die Analyse und Bilanzierung der Energieverbräuche in Dormagen erfolgte anhand einer einheitlichen Methode, um die Vergleichbarkeit der Daten mit anderen Kommunen zu gewährleisten. Dabei wurde der sog. bottom-up-Ansatz verfolgt, bei dem über die bundesdeutschen Kennwerte hinaus standortspezifische Daten eingesetzt werden, um eine genaue lokale Analyse und Bilanzierung der Energieverbräuche zu erhalten. Aufgrund der vollständigen Datenverfügbarkeit diente das Jahr 2007 als Basis zur Analyse des Energieverbrauchs in der Stadt Dormagen.
Neben der Bilanzierung der Endenergieverbräuche wurde zusätzlich die sog. Ökobilanz (Life Cycle Assessment, LCA) berechnet. Diese berücksichtigt u.a. die unterschiedlichen Verluste bei der Erzeugung sowie Verteilung der Energie und somit den Nutzungsgrad der einzelnen Energieträger.

Der Chempark

Erschwert wurde die Bilanzierung des Energieverbrauchs zudem durch den Chempark, da nur ein Teilbereich im Stadtgebiet von Dormagen liegt. Insbesondere weil das von RWE betriebene Erdgasheizkraftwerk und die von Currenta betriebene Rückstandsverbrennungsanlage auf Dormagener Stadtgebiet angesiedelt sind, jedoch den gesamten Chempark mit Strom und Wärme versorgen, war eine getrennte Erfassung und Darstellung des Dormagener Anteils am Chempark erforderlich.

Der Endenergieverbrauch 2007 nach Sektoren

Die Bilanzierung ergab, dass in Dormagen im Jahr 2007 insgesamt 2,67 Mrd. kWh Endenergie verbraucht wurden. Der Chempark stellt dabei den größten Energie-verbraucher dar, der etwa die Hälfte (51,8 %) des gesamten Verbrauchs in Dormagen ausmacht. Die restlichen Wirtschaftsunternehmen haben lediglich einen Anteil von 7,9 % des gesamtstädtischen Endenergieverbrauchs. Weitere Großkonsumenten stellen der Verkehrssektor (22,9 %) und die privaten Haushalte (16,5 %) dar, wohingegen die städtischen Einrichtungen und Gebäude lediglich einen Anteil von 0,9 % innehaben.

Wie viel Endenergie verbraucht der Einzelne?

Wenn man den Gesamtenergieverbrauch (inkl. Chempark) auf den Pro-Kopf-Verbrauch umrechnet, ergibt sich ein Endenergieverbrauch für jeden einzelnen Mitbürger unserer Stadt von insgesamt 41.600 kWh im Jahr 2007. Die Nutzung fossiler Heinzenergie (z.B. Heizöl, Erdgas) nimmt 2/3 des gesamten Verbrauchs ein. Das letzte Drittel teilt sich in Strom, fossile Kraftstoffe und schließlich in die genutzten erneuerbaren Energien zum Heizen auf.

Ökobilanz der Energieträger

Die einzelnen Energieträger weisen aufgrund der verschiedenen Nutzungsgrade unterschiedliche Ökobilanzen auf. Dabei hat der Strom die größten Verluste in seiner Erzeugung und Verteilung vorzuweisen, während die restlichen Energieträger lediglich geringe unterschiede in den Nutzungsgraden aufweisen.
Daraus lässt sich ableiten, dass sich Einsparungen im Strombereich stärker auf den LCA-Verbrauch bzw. die Ökobilanz und damit letztendlich auch auf die CO2-Bilanz auswirken als Einsparungen bei Heiz- und Kraftstoffen. Allerdings sind die Endenergieverbräuche dieser Energieträger in Dormagen größer, so dass sich auch hier Einsparpotentiale erschließen lassen.

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