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Welche Folgen hat das sich verändernde Klima?

Die Landwirtschaft, welche die Hälfte der Fläche NRW´s einnimmt, ist vom Klima stark abhängig und somit durch den Wandel beeinträchtigt. Die leistungsstarke Milchwirtschaft, Obst- und Gemüseproduktion stehen unter direktem Einfluss vom klimatisch bedingten Pflanzenwachstum. Die steigende Anzahl von Wetterextremen werden der Ernte und dem Boden schaden. Die Temperaturen steigen an und bieten Schaderregern ein größeres Ausbreitungsgebiet.

Das Wachstum der Pflanzen wird früher im Jahr einsetzen und die Vegetationsperiode länger werden, wovon manche Pflanzen profitieren, andere wiederum nicht. Die Wasserverfügbarkeit spielt hierbei jedoch die wichtigste Rolle, denn diese ist maßgebend für Rückgang oder Zuwachs des Ertrages. Beispielsweise sind die kommenden Jahre für den Anbau von Winterweizen wie auch von Silomais günstig, denn die potenzielle Anbaufläche für diese Ackerfrüchte vergrößert sich durch die sich verschiebenden Anbaugrenzen. Eine gestiegene CO2-Konzentration bietet zudem eine Düngewirkung aufgrund der Stimulierung der Photosynthese, jedoch sind auch Qualitätseinbußen durch den Verlust an Proteinen in den Pflanzen möglich. Die Abnahme der Fröste tut sein Übriges mit der herbstlichen Vernässung, ungünstigeren Erntewitterung und der fehlenden Auflockerung des Bodens.

In der Wald- und Forstwirtschaft wird der Klimawandel nur schleichende Veränderungen ganzer Waldökosysteme verursachen, denn die heimischen Baumarten sind anpassungsfähig. Dennoch besitzt der jährliche Temperaturanstieg mit der Verlagerung der Niederschläge aus dem Sommer zum Winter Auswirkungen auf die einzelnen sensitiven Baumarten. So sind Veränderungen von Konkurrenzverhältnissen und der Verbreitung von Waldgesellschaften definitiv zu erwarten. Die Buche ist eine Baumart, welche die bevorstehenden milden Winter und kühlen, feuchten Sommer bevorzugt; die Eiche nicht. Das immer schon begleitende Windwurfrisiko wie auch das Waldbrandrisiko wird sich vor allem in Nadelholzwäldern erhöhen. Letztendlich müssen die Langzeitfolgen des Klimawandels im Wald aufgrund der Langlebigkeit der Bäume gesondert betrachtet werden, um vorbeugende waldbauliche und technische Maßnahmen ergreifen zu können, damit weiterhin die forstwirtschaftliche Nutzung bestehen bleibt und der Wald vor allem in der Funktion als Erholungs- und Freizeitraum weiter genutzt werden kann.

Schließlich wirkt sich der Klimawandel auf die biologische Vielfalt aus mit allen sich verändernden Parametern in der Umwelt. NRW bietet eine hohe Artenvielfalt wegen klimatisch bedingten atlantischem Tiefland und kontinentalem Bergland mit natur-/kulturhistorischen Lebensräumen, welche durch Netz von Schutzgebieten durchzogen sind. Das Interagieren von Belastungsfaktoren führt schließlich dazu, dass sich Bestände der Tierarten verändern und ihre Areale verschieben werden.
Der Mensch lebt in den Wechselwirkungen der Umwelt, nun stärker bedingt durch das sich verändernde Klima, welches er mit beeinflusst.

 

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